zufällige Doku

Die Färöer, die Waljagd und das Gift (arte Doku)


Auf den Färöer Inseln gibt es mit wenigen Ausnahmen kaum Pflanzenbestand. Die reichlich vorhandenen Seevögel- und Grindwal-Bestände sind deshalb bis heute Grundlage der Ernährung. Die Dokumentation begleitet Inselbewohner, die noch traditionell Eissturmvögel, Papageientaucher, Tölpel und vor allem Grindwale jagen. Doch den Inselbewohnern stellt sich die Frage, wie lange sie dieses Brauchtum noch aufrechterhalten können. Denn Tierschützer protestieren regelmäßig dagegen. Nun wird der Konflikt um die Waljagd aber noch weiter verschärft. Denn der Färöer Arzt Pál Weihe, führend auf dem Forschungsgebiet zu Quecksilber-Vergiftungen, leitete eine Langzeitstudie an der einheimischen Bevölkerung. Er kam zu dem Ergebnis, dass der Verzehr von Grindwalfleisch gefährlich ist, weil das Fleisch hohe Dosen von Quecksilber und industriellen Umweltgiften enthält. Seine Forschungsergebnisse veranlassten die Regierung, vom Verzehr des Walfleischs abzuraten. Diese Empfehlung hatte zur Folge, dass der Arzt von vielen Färöern als Verräter an ihrer traditionellen Lebensweise an den Pranger gestellt wurde. Selbst Studienteilnehmer ignorieren seine Warnungen.