zufällige Doku

Der Tanz des Haubentauchers (ARD/rbb Doku)


Im westpolnischen Schlesien, etwa 50 km nördlich von Breslau (Wroclaw), liegt ein nahezu unbekanntes Naturparadies, die Militzer Teiche. Bereits vor etwa 800 Jahren wurden sie von den Zisterziensern zur Fischzucht angelegt.
Heute gehören diese verborgenen Schönheiten zu den bedeutendsten Vogelschutzgebieten Polens. Im Schutzgebiet Militzer Teiche brüten über 170 Vogelarten. Mehr als 100 Arten nutzen die Teiche als Rastplätze auf ihrem Zug in den Norden oder Süden. Im zeitigen Frühjahr, wenn die Seen noch zugefroren sind, kann man bereits Seeadler beobachten. Sie nisten in den umgebenden Wäldern. Ist das Eis aufgebrochen, treffen die ersten Gänse, Enten und Taucher ein. Im späten Frühjahr sind die Seen, Schilfzonen und Sumpfwiesen erfüllt von Rufen und Gesängen der Vögel. Besonders eindrucksvoll ist das Balzspiel der Haubentaucher. Auf Dächern der Bauernhöfe nisten Weißstörche. In den Sumpfwiesen finden sie genügend Frösche und Lurche für ihre Jungen. Die schlesischen Bauernhöfe sind teils sehr alt und malerisch schön. Der Grund für das einfache Leben auf dem Lande ist die Armut, denn vom Fischfang können nur wenige leben. In den Sumpfwäldern rund um die Teiche leben wieder Biber. Seit ihrer Einbürgerung Mitte des vorigen Jahrhunderts haben sie sich wieder vermehrt und beeinflussen mit ihren Dämmen den Wasserstand der Teiche.

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