zufällige Doku

Der Supervulkan (arte Doku)


Vier Wissenschaftler suchen nach Anhaltspunkten für einen gigantischen Vulkanausbruch, von dem man annimmt, dass er vor 75.000 Jahren verheerende globale Auswirkungen nach sich zog.

Der Ausbruch eines Supervulkans setzt weitaus größere Gewalten frei als alle bisher dokumentierten Eruptionen. Man muss sich eine 15 Kilometer in die Stratosphäre reichende Wolke vorstellen, die einen ganzen Kontinent mit Asche und Gestein übersät, sowie einen weltweiten Nebel aus Schwefelsäuretröpfchen, der die Sonne verdunkelt und auf der ganzen Erde einen „vulkanischen Winter“ auslöst.
Neben diesen im Erdinneren schlafenden Monstern sind Vesuv, Pinatubo und Mount St. Helens Zwerge. Und sie schlummern überall auf der Erde, in Italien, Neuseeland, Japan und den Vereinigten Staaten. Der Supervulkan mit der größten Magmakammer befindet sich direkt unter dem Yellowstone National Park im Nordwesten der USA. Forscher sind einem der größten Supervulkanausbrüche der Erdgeschichte auf der Spur. Alle Anhaltspunkte deuten auf eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes hin: gigantische Feuersbrünste auf einem Viertel der Erdoberfläche, Hungersnöte und Tod. Die ersten Beweise für diesen Super-GAU der Natur finden sich im ewigen Eis von Grönland. Bohrungen in diesem Eis sind wie Reisen in die Vergangenheit. So stieß der Klimaforscher Greg Zielinski auf sehr hohe Schwefelsäurekonzentrationen. Sie lassen darauf schließen, dass die Atmosphäre vor rund 75.000 Jahren mit Milliarden Tonnen dieser Säure gesättigt war.

Tausende Kilometer entfernt bohrt der Geologe Mike Rampino im Meeresboden nach Beweisen für die 75.000 Jahre zurückliegende Umweltkatastrophe.