zufällige Doku

Der Siegeszug der Pferde – Es begann vor 6.000 Jahren (3sat Doku)


Der Siegeszug der Pferde wird zum Ritt durch Zeit und Raum: In Computeranimationen wird das Urpferd wieder zum Leben erweckt, Inszenierungen zeigen römische Wagenrennen, und Aufnahmen aus der Serengeti berichten vom Überlebenskampf der Zebras. Vor knapp 60 Millionen Jahren entstand in den dichten Wäldern Nordamerikas eine neue Art: Die ersten Pferde waren kaum größer als kleine Hunde. Erst viel später ähnelten sie dem modernen Pferd und wanderten über die Landverbindung nach Asien, von wo aus sie ihren Siegeszug um die Welt antraten. Vor etwa 6.000 Jahren begann der Mensch, Pferde zu fangen und zu zähmen. Kein anderes Tier hat unsere Geschichte so geprägt: Pferde halfen Weltreiche zu gründen und brachten andere zu Fall. Von den Römern bis zur Schlacht von Waterloo, von Dschingis Khan bis zum Zweiten Weltkrieg: Pferde eroberten die Welt. Heute bevölkern Pferde als Haustiere die Welt zu Millionen und begeistern eine noch größere Zahl von „Pferdenarren“, aber ihre wilden Vorfahren sind bis auf die Steppenzebras in Afrika vom Aussterben bedroht. Der Film macht sich auf die Suche nach den letzten wilden Pferden und ihren Verwandten in Asien, Afrika und Europa. In der Wüste Gobi, im mongolisch-chinesischen Grenzgebiet, leben seit einigen Jahren wieder Przewalski-Urpferde. Sie stammen aus Tierparks aus aller Welt. Sie waren seit Jahrzehnten in der freien Wildbahn ausgestorben. Der Tarpan, das Urpferd Europas, hingegen wurde unwiederbringlich ausgerottet. In Europa gibt es nur noch verwilderte Hauspferde, die wie Wildpferde leben. Im niederländischen Nationalpark Oostvaardersplassen und im nordrhein-westfälischen Dülmen ziehen sie noch in beeindruckend großen Herden durch die Natur und bringen ihre Fohlen unter freiem Himmel zur Welt.

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