zufällige Doku

Der schiefe Turm von Pisa


Der Schiefe Turm von Pisa ist zu einem Wahrzeichen für Italien geworden und eine Touristenattraktion unter der Sonne der Toskana. Der Bau des Turms begann 1173. Der Architekt Bonanno Pisano und zahlreiche Steinmetze waren damit beauftragt worden. Schon nach fünfjähriger Bauzeit begann der Turm sich zu neigen und geriet in Schieflage. Der schlammige Untergrund war beim Bau nicht berücksichtigt wurden und gab nach. Man versuchte Gegengewichte anzubringen, aber alle Versuche blieben zwecklos. Die Bauarbeiten sollten für weitere 100 Jahren ruhen, bis sich Giovanni di Simone zum Weiterbau entschied. Er ließ vier weitere Stockwerke auf den Turm setzen, mit dem Ergebnis, dass sich der Turm nun noch weiter senkte. Schon im Mittelalter sorgte der schiefe Bau für Aufmerksamkeit und lockte sowohl Neugierige als auch Schaulustige an. Alle wollten sehen, wie der Turm endgültig umfiel. Auch in den Jahrhunderten danach gab es zahlreiche Sanierungsversuche, die allesamt scheiterten und die Situation oftmals noch verschlimmerten. Ab 1990 durften auch keine Besucher mehr auf den Turm, aus Sicherheitsgründen. Acht Jahre später wurden Stahlseile eingesetzt, um das Bauwerk vor dem Einsturz zu sicher, und schon im Jahr darauf kamen Extraktionsrohre zum Einsatz, die unter das Fundament gesetzt wurden. Seit 2001 ist der Turm auch wieder für Touristen zugänglich. Er wird wohl nie ganz grade stehen, aber das soll er auch nicht, denn dann wäre er schließlich keine Attraktion mehr.