zufällige Doku

Der Kalte Krieg der Überschallflieger – Tupolev TU-144 vs. Concorde


3. Juni 1973: Der Flugplatz von Le Bourget wird zum Schauplatz des Kalten Kriegs. Ost und West wollen ihre technische Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Das Kräftemessen endet in einer Katastrophe. Die Sowjetunion präsentiert ihr Überschallflugzeug, die Tupolev TU-144, Frankreich wartet mit der Concorde auf. Während eines Sinkflugs explodiert die TU-144 vor laufenden Kameras — unter Umständen, die bis heute nicht vollständig geklärt sind. Es war der spektakuläre Höhepunkt eines erbitterten Zweikampfs. Mitte der 1960er Jahre arbeiteten Wissenschaftler auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs an einer Revolution der zivilen Luftfahrt: 1962 legten Franzosen und Briten den Grundstein für das Concorde-Projekt. Nur wenige Jahre später begann der sowjetische Chefingenieur Andrei Tupolev mit dem Bau des Überschallfliegers. Ende 1968 ging der Prototyp TU-144 erstmals in die Luft — drei Monate vor dem Jungfernflug der Concorde. Doch bald war klar: Die Tupolev TU-144 und die Concorde waren sich nicht nur optisch, sondern auch technisch äußerst ähnlich.