zufällige Doku

Der heilige Gral (ZDF Doku)


Die mythische Gestalt von König Artus und seiner Tafelrunde bewegt seit dem Mittelalter die Gemüter, und ein Ende seiner Popularität ist angesichts von immer wieder erfolgreichen Filmen und Romanen nicht zu erwarten. Wer aber verbirgt sich tatsächlich hinter dieser Legendengestalt, was hat es mit dem magischen Schwert Excalibur oder dem heiligen Gral auf sich? Auf alle diese Fragen versucht Sphinx in der vorliegenden Dokumentation aus historischer Sicht eine Antwort zu finden. Falls König Artus wirklich gelebt hat – und die Mehrzahl der Historiker, die sich mit ihm beschäftigt haben, halten dies für wahrscheinlich – dann lebte er im 5. Jahrhundert nach Christus. Die Römer hatten zu Beginn des Jahrhunderts ihre Legionen aus Großbritannien abgezogen, so dass die Briten den Einfällen der Germanen schutzlos ausgeliefert waren. In dieser schwierigen Lage organisierte ein Heerführer, der später als Artus bezeichnet wurde, den Widerstand und schlug mehrere erfolgreiche Schlachten gegen die Eindringlinge. Aber erst im Mittelalter, also ein halbes Jahrtausend später, schrieb ein britischer Mönch die Geschichte des inzwischen legendären Königs nieder. Kurz darauf schuf ein Franzose den klassischen Artusroman, der unser heutiges Bild der Sagengestalt als hochmittelalterlicher Ritterkönig prägte. Sein Leben wurde im Sinne des damaligen höfischen Ideals romantisiert und viele Abenteuer hinzugedichtet, wie die tragische Liebesgeschichte zwischen seiner Frau Guinevere und Lancelot. Vor allem aber tritt Artus als der Verteidiger des christlichen Glaubens gegen die heidnischen Barbaren auf. Tatsächlich aber vermischen sich in der Artussage keltische und christliche Kulturaspekte, was vor allem in der Legende vom heiligen Gral deutlich wird. Sphinx folgt den Spuren des geheimnisvollen Kelches, die von Jerusalem über Montségur bis nach Spanien führen. Dabei werden erstaunliche historische Übereinstimmungen mit der Legende zutage gefördert.