zufällige Doku

Der Gottesstaat und die Bombe: Das iranische Atomprogramm


In spätestens 25 Jahren, so schätzen Experten, werden die riesigen Erdölvorkommen der Islamischen Republik aufgebraucht sein. Zurzeit fördert der Iran etwas vier Millionen Fass Öl pro Tag und exportiert zwei Drittel davon. 80 Prozent aller Exporterlöse und über die Hälfte des Staatseinkommens werden hier verdient. Die Ölindustrie befindet sich heute in keinem guten Zustand. Mangels Investitionen ist ein großer Teil der Infrastruktur abgenutzt und schlecht gewartet. Als Energielieferant der Zukunft kam schon vor 50 Jahren die Atomkraft in Frage. Der Schah plante damals den Bau von mehr als 20 Atomreaktoren, die mit europäisch- amerikanischer Hilfe errichtet werden sollten. Der Iran trat dem Atomwaffensperrvertrag bei, was den Schah jedoch nicht daran hinderte von der Bombe zu träumen. Im April 2009 war es soweit: Der iranische Präsident verkündete bei der Eröffnung einer neuen Atomfabrik stolz, dass der Iran jetzt den ganzen Nuklearkreislauf beherrsche und selbständig Brennelemente für Kraftwerke herstellen könne. Der Westen jedoch verdächtigt den Gottesstaat, mit der massiv betriebenen Urananreicherung heimlich nach Atomwaffen zu streben. Er bleibt auch nach Ahmadinedschads Schwur auf den Koran, der die Bombe verbiete, misstrauisch.

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