zufällige Doku

Der Feuersturm – Der Weg nach Dresden (PHOENIX Doku)


Teil 2 von 2 – Es war ein heißer Sommertag, an den sich viele Hamburger noch heute erinnern. Als sich am 25. Juli 1943 die Nacht über die Stadt senkte, begann das Inferno. Was nun geschah, sollte sich als „Juli-Katastrophe“ ins Gedächtnis der Bewohner einprägen: die Operation „Gomorrha“ – wie sie die Alliierten nannten.

In mehreren Angriffen warfen 3000 britische und amerikanische Bomber 9000 Tonnen Sprengbomben und Luftminen über der Hansestadt ab, in der drei Tage und drei Nächte lang die Flammen wüteten. „Es war ein schreckliches Ereignis“, erinnert sich der englische Pilot Richard Mayce, „es war das einzige Mal, dass ich bewusst aus dem Cockpit nach unten geschaut habe, und ich sah etwas Unbeschreibliches: Eine Art Dantes Inferno. Eine weite Fläche voller Weißglut.“

In dieser Hölle wurde Ingeborg Tung zusammen mit ihrem acht Wochen alten Baby verschüttet. Sie wurden befreit, aber für das Kind kam jede Hilfe zu spät. Es starb an den Folgen des Luftangriffs. 35000 Todesopfer forderte die Serie der Bombardements im Juli. Für die 20-jährige Mutter war es noch nicht das Ende ihres Leidenswegs. Nach dem Tod ihrer Tochter Carola folgte Ingeborg Tung ihrem Lebensgefährten, einem chinesischen Artisten, nach Dresden. Er hatte dort ein Engagement beim Zirkus Sarasani und noch einen Auftritt an jenem Abend, welcher der Stadt zum Schicksal werden sollte. Ingeborg Tung musste erleben, wie „Elbflorenz“ in der Nacht zum 14. Februar 1945 in Schutt und Asche versank. Mindestens 25000 Menschen fanden ein schreckliches Ende, auch O-Tong, der chinesische Künstler, überlebte den Feuersturm nicht.