zufällige Doku

Der Energie-Konflikt


Als Energiewende wird die Realisierung einer nachhaltigen Stromerzeugung bezeichnet. Insbesondere Erneuerbare Energien (Windenergie, Wasserkraft, Sonnenenergie, Bioenergie, Geothermie, Wellenenergie) werden als Alternative zu fossilen Energieträgern (Öl, Kohle, Erdgas) und Kernbrennstoffen (Uran) verstanden. Das Energiesparen und eine höhere Energieeffizienz spielen eine wichtige Rolle. Mit Energiewende wird der Teil der Rohstoffwende bezeichnet, der die Energierohstoffe betrifft. Der Begriff diente zunächst als Titel einer vom Öko-Institut 1980 erarbeiteten wissenschaftlichen Prognose zur vollständigen Abkehr von Kernenergie und Energie aus Erdöl. In den darauf folgenden Jahrzehnten wurde er erheblich erweitert und geht in der heutigen Form wenigstens auf das Jahr 2002 zurück. In jenem Jahr fand am 16. Februar in Berlin die Fachtagung Energiewende — Atomausstieg und Klimaschutz statt, veranstaltet vom Bundesumweltministerium. Die Energiewende wird dabei mit einer Veränderung der Energiepolitik verbunden: Durch einen Wechsel von einer angebots- zu bedarfsorientierter Energiepolitik und einen Übergang von zentralistischer zu dezentraler Energieerzeugung (z. B. gekoppelte Strom- und Wärmeerzeugung in Blockheizkraftwerken) soll es anstelle von Überproduktion und unnötigem Energiekonsum zu Energiesparmaßnahmen und höherer Effizienz kommen. Diese im Szenario niedergelegten, anfangs stark bekämpften Ansichten des Öko-Instituts sind mittlerweile — anders als der Wechsel der Energieträger — energiepolitisches Allgemeingut geworden. Die Kernfusion ist eine Kernreaktion, bei der zwei Atomkerne zu einem neuen Kern „verschmelzen“. Die Kernfusion ist Ursache dafür, dass die Sonne und andere Sterne Energie abstrahlen. Grundsätzlich können Fusionsreaktionen exotherm (Energie abgebend) oder endotherm (Energie aufnehmend) sein. Von entscheidender Bedeutung ist der Wirkungsquerschnitt, die Wahrscheinlichkeit, dass die zusammenstoßenden Kerne miteinander reagieren. Dazu muss die Coulombbarriere, die elektrische Abstoßung zwischen den positiv geladenen Kernen überwunden werden. Durch den Tunneleffekt wird dieser Vorgang wahrscheinlicher. Nähern sich die Kerne auf 10−15 m einander an, bindet die starke Wechselwirkung die Kerne aneinander, die Kerne fusionieren. Nennenswert große Wirkungsquerschnitte liegen sowohl bei exothermen als auch bei endothermen Fusionsreaktionen nur dann vor, wenn beide Kerne mit ausreichend hoher Energie aufeinander prallen. Exotherme Fusionsreaktionen können in Form einer energetischen Kettenreaktion ablaufen. Dies ist Gegenstand der aktuellen Forschung und Entwicklung. Das Ziel ist die Nutzbarmachung der Kernfusion zum Zwecke der Stromerzeugung.

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