zufällige Doku

Das Vermächtnis des Herrn der Ringe


Ursprünglich wollte John Ronald Reuel Tolkien (1892-1973) eine Geschichte für Kinder schreiben. Doch als er 1949 nach zwölf Jahren Arbeit „Der Herr der Ringe“ vollendet hatte, stellte er fest, die monumentale Trilogie sei „ganz ungeeignet für Kinder“. Seiner schier unerschöpflichen Fantasie war ein gewaltiger Kosmos entsprungen: die Welt von Mittelerde, mit einer eigenen Geografie, Zeitrechnung und Historie und sogar mit eigenen Sprachen, die Tolkien samt Schriftzeichen selbst erfunden hatte. Den Anstoß für die Saga von Mittelerde, erklärte er einmal, habe eigentlich sein Wunsch gegeben, für die von ihm entwickelten Sprachen eine eigene Welt zu schaffen. Der Durchbruch zum Bestseller folgte Mitte der 60er-Jahre, als eine verbilligte Taschenbuchausgabe in den USA auf den Markt kam und sich eine regelrechte Kultbewegung zu entwickeln begann. Heute gilt das Werk als eines der bedeutendsten der Fantasy-Literatur. Der Film zeigt Hintergründe von „Der Herr der Ringe“ auf und schildert die wichtigsten Stationen in Tolkiens Leben. Der Illustrator Ted Nasmith und der Musiker Wes Prince erläutern, welchen Einfluss die Fantasy-Saga auf ihr eigenes künstlerisches Schaffen hat. Zu Wort kommen auch die Mythologie-Spezialistin Verlyn Flieger, der Autor Joseph Pearce sowie Tom Shippey, Tolkien-Biograph und Nachfolger Tolkiens auf dem Lehrstuhl für Mediävistik an der Universität von Leeds.