zufällige Doku

Das Unglück der Costa Concordia (ZDF Doku)


Die Doku zeigt wie es zu dem Schiffsunglück vor der italienischen Küste kam. Gerettete Passagiere und Experten sprechen in Deutschland über die Katastrophe. Das Schiff rammte am 13.Januar 2012 um 21:45 Uhr und 5 Sekunden einen Felsen. Am 16. Januar haben Taucher der Carabinieri nach der Kollisionsstelle gesucht und an einem Felsen, der der Insel ‚Scola piccola‘ vorgelagert ist, auf ca. 8 Metern Tiefe Blechstreifen sowie Schleifspuren gefunden und fotografiert. Dieser Punkt ist ca. 95 Meter von der Küstenlinie entfernt. In der Backbordseite des Schiffs klafft ein etwa 70 Meter langer Riss. Auf Bildern deutlich sichtbar ist ein mehrere Meter großes Felsstück, das im Rumpf steckt.

Nach Angaben der Feuerwehr gibt es auch auf der Steuerbordseite des Schiffs Beschädigungen des Rumpfes. Laut der betreibenden Kreuzfahrtgesellschaft habe der Kapitän, nachdem Wasser in das Schiff eingetreten war, versucht, den Hafen der Insel Giglio anzusteuern, um die Bergung zu erleichtern und eine noch größere Katastrophe zu verhindern. Ersten Ermittlungen der italienischen Küstenwache nach war das Schiff jedoch schon wenige Minuten nach der Kollision nicht mehr manövrierfähig, da die Maschinenräume überflutet waren, so dass die Endlage eher zufällig entstanden sei. Den GPS-Daten wiederum zufolge fuhr das Schiff nach der Kollision vor der Inselküste noch eine Schleife in Richtung Hafen, bevor es in seine Endlage entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung kam. Ebenso fielen die beiden Buganker laut Zeugen erst bei dieser Position. Diese Aussage wird durch ein Video der Cababinieri-Taucher gestützt, danach standen die Ankerketten offensichtlich nicht unter Zug. Das Schiff liegt mit zirka 65 Grad Schlagseite auf Grund. Viele der rund 3200 Passagiere der Costa Concordia saßen beim Abendessen, als das Kreuzfahrtschiff auf Grund lief. Ein heftiger Stoß habe laut Passagieren das Schiff erschüttert. Zunächst hatte die Schiffsführung von einem Problem mit dem Generator gesprochen. Nach etwa einer Stunde wurden die Passagiere aufgefordert, ihre Rettungswesten anzulegen, und bald darauf wurde das Signal zur Evakuierung des Schiffs gegeben. Einige Reisende sprangen in Panik über Bord, da die Insel Giglio nur wenige hundert Meter von der Unglücksstelle entfernt liegt. Die Wassertemperatur im umgebenden Meer betrug zum Unglückszeitpunkt etwa 14 °C. An Bord waren zum Unglückszeitpunkt 4229 Menschen, davon etwa 1000 Besatzungsmitglieder. Unter den Passagieren befanden sich etwa 1000 Italiener, 566 Deutsche, 160 Franzosen, 111 Russen, 69 Schweizer, 77 Österreicher – sowie 120 US-Amerikaner.

Die meisten Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten in Rettungsbooten und mit den zu Hilfe gekommenen Schiffen auf die nur wenige hundert Meter entfernte Insel Giglio gebracht werden. Rettungsmannschaften berichteten, sie hätten bis zu 150 Menschen aus dem Meer geborgen und an Land gebracht. Das Schiff wurde bis ca. 4.45 Uhr vollständig evakuiert. Bis zum 17. Januar wurden die Leichen von insgesamt 11 Opfern geborgen. 21 Personen werden noch vermisst. Rund 30 Menschen wurden verletzt. Am 21. Januar wurde eine weitere Frau tot aus dem Wrack geborgen. Derweil stieg die Zahl der Toten auf 13, darunter ist ein deutsches Opfer. Für die Suche nach weiteren Opfern wird auch ein Tauchroboter eingesetzt. Laut seiner Aussage bei der Haftprüfung wählte der Kapitän Francesco Schettino den nahen Kurs, um seinen Ex-Kollegen Mario Terenzio Palombo zu grüßen, mit dem er während des Manövers telefonierte — der sich jedoch laut eigener Aussage nicht auf der Insel befand. Er habe dies schon mehrmals getan, habe aber diesmal zu spät gedreht. Kapitän Schettino sowie sein Erster Offizier wurden nach ihrer Einvernahme auf Antrag der italienischen Staatsanwaltschaft in Grosseto in Untersuchungshaft genommen. Schettino wurde am 17. Januar nach der Haftprüfung jedoch unter Auflagen (Hausarrest) freigelassen. Neben dem Verdacht der fahrlässigen Tötung und der Herbeiführung eines Schiffbruchs wurde ihnen vorgeworfen, das Schiff schon Stunden vor Abschluss der Evakuierung verlassen zu haben. Ein Mitschnitt des Gesprächs der Küstenwache um 01:46 Uhr von einem Telefonat zwischen dem Kommandanten der Hafenkommandantur Livorno, Gregorio Maria De Falco, und Schettino weist nach, dass letzterer sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr an Bord befand, obwohl die Evakuierung noch in vollem Gange war. De Falco wies ihn und den Ersten Offizier an, sofort an Bord zurückzukehren. Schettino verließ das Schiff nach Berichten der Hafenkommandantur bereits kurz nach Mitternacht und betrat es danach auch nicht mehr.