zufällige Doku

Das Tor des Drachen – Chinas langer Aufbruch (Phoenix Doku)


Über Jahrtausende galt China den Chinesen als Zentrum der Welt. Die Sendung zeigt, wie sich im Isolationismus der chinesischen Kaiser eine Zivilisation entwickelte, die sich vom Rest der Welt grundlegend unterschied. Doch immer wieder haben fortschrittliche Herrscher das Land geöffnet – bis heute. Anhand jener Wende- und Schicksalspunkte Chinas erzählt der Film die Geschichte des Reichs der Mitte. Auf den ersten Blick begegnen wir einer Zivilisation, deren Rituale und Traditionen der Welt über Jahrtausende verschlossen blieben.

Geradezu Sinnbild der Abgrenzung sind die berühmten steinernen Monumente, Wahrzeichen des chinesischen Reichs: die Terracotta-Armee des Ersten Kaisers, die Grosse Mauer in ihren verschiedenen Strecken und Ausprägungen, die monumentalen unterirdischen Kaisergräber mit ihren Selbstschussanlagen, und schließlich die hermetischen Paläste der Verbotenen Stadt in Beijing, nach alter Lehre Mittelpunkt des chinesischen Kosmos.

Der Film zeigt, wie neben diesen Ikonen der chinesischen Kultur plötzlich und unerwartet höchst effektvolle, kosmopolitische Öffnungen nach dem Westen stattfinden: Hierzu gehört die „Goldene Periode“ des Kaisertums, die Tang-Dynastie im 6. und 7. Jahrhundert n.Chr., als sich China mit der Seidenstrasse und seinen Millionen-Metropolen an der Grenze dem Handel und dem Austausch öffnete.

Gewaltig der nächste Aufbruch, achthundert Jahre später: als der chinesische Admiral Zheng He im Jahre 1403 mit einer Flotte von dreihundert Hochseedschunken und dreißigtausend Soldaten an Bord zu einer globalen Welterkundung aufbrach. Doch genauso schnell, wie er sich Meere untertan machte und bis nach Mogadischu vorstieß, wurde er von revisionistischen Kräften am Hofe zurückgepfiffen und seine Flotte eingemottet.