zufällige Doku

Das andere Ende der Welt – Winterreise durch Neuseeland (phoenix/ZDF Doku)


Neuseeland – die Heimat der „Kiwis“, wie die Neuseeländer sich selbst nennen, und die Heimat der Träume am anderen Ende der bewohnten Welt. Schon immer zogen die Inseln im pazifischen Ozean alle Arten von Siedlern, Suchern und Auswanderern an. Beginnend mit den Maori, den Ureinwohnern, die vor mehr als tausend Jahren von der Südsee aus die neue Welt nördlich der Antarktis ansteuerten und die ersten Dorfgemeinschaften aufbauten. Als im 18. Jahrhundert der britische Entdecker Captain Cook die Fjorde der Südinsel anlief, lebten viele Maoris noch als Kannibalen.
Neuseeland heute ist ein Platz für Abenteuer und viele Freiheiten geblieben. Nirgendwo gehören extreme Sportarten und extreme Beschäftigungen so zum Alltag wie in dem Land, in dem das Bungeespringen zwar nicht erfunden, aber zum guten Geschäft ausgebaut wurde. Kaum irgendwo ist der unbedingte Wunsch nach Freiheit so stark ausgeprägt wie hier: Autos müssen nicht versichert werden; wer eine Motoryacht steuern will, braucht keinen Führerschein; für jegliche Art von Unfallrisiken haftet grundsätzlich der Staat. Neuseeland bietet noch den Raum zur Selbstverwirklichung: Nur wenig mehr als vier Millionen Menschen bevölkern eine der grandiosesten Ansammlungen von Landschaften auf dieser Erde.

Peter Kunz, Asien-Pazifik-Korrespondent des ZDF, reiste mit seinem Team sieben Wochen lang von der Nordspitze Neuseelands, dem Cape Reinga, bis nach Stewart Island, der Insel, die den südlichsten Ausläufer bildet. Unterwegs begegneten ihnen ganz unterschiedliche „Kiwis“: Neueinwanderer und Alteingesessene, Menschen, die auf die typisch neuseeländische Leichtigkeit des Seins stolz sind und zum Teil eigenwillige Hobbys pflegen; der Kiwi-Vogel, der das nationale Symbol Neuseelands ist und wie eine Ikone geschützt wird – und sogar die Kiwi-Königin, die in den riesigen Anbaugebieten der Kiwi-Frucht jährlich gewählt wird, auch wenn mit den kleinen Früchtchen insgesamt nicht mehr so viel Geld verdient werden kann wie damals, als der chinesischen Stachelbeere mit cleverem Marketing der neue Name „Kiwi“ verpasst wurde.