zufällige Doku

Bullen, Bären, Götterboten – Die Japaner und ihre Tiere (arte Doku)


Auf den ersten Blick sieht das hoch industrialisierte Japan gewiss nicht aus wie ein Platz für Tiere. Man assoziiert die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt doch eher mit Megastädten und Betonwüste. Dennoch — die Japaner selbst sehen sich als ein Naturvolk, und bei näherem Hinsehen und besonders beim Studium der japanischen Geschichte wird deutlich, dass die japanische Kultur und die Religion eine durchaus tiefe Verbindung zum Tierreich haben, die bis heute fortbesteht. Gert Anhalt, Japanologe und ZDF-Korrespondent in Tokio, ist auf Safari durch die japanische Fauna gegangen und zeigt einige Beispiele für die besondere Beziehung der Japaner zu ihren Tieren. Da gibt es zum Beispiel die Kraniche, die von alters her als Glückssymbole angesehen wurden; die Affen, die im Mittelalter auf Tempelfesten das Publikum unterhielten — aber heute als Wegelagerer Touristen überfallen. Die Krähen, früher als Götterboten bewundert, sind jetzt eine Plage in Tokio. Und schließlich die Bären, im Glauben der Ureinwohner, der Ainu, heilige Tiere. Die Dokumentation zeigt Auswüchse einer bis ins Absurde betriebenen Hundeliebe und erklärt, warum beim japanischen Bullenkampf nicht nur keine Bullen verletzt werden, sondern sogar vermieden wird, die Gefühle der Tiere zu verletzen.