zufällige Doku

Beginn des zweiten Golfkrieges 1990/1991


Der Begriff Zweiter Golfkrieg (englisch (First) Gulf War oder Gulf War I) bezeichnet einen Krieg im Nahen Osten, der im Wesentlichen in zwei Phasen ablief. Auslöser des Krieges war der unerwartete Einmarsch des Irak in Kuwait, der am 2. August 1990 begann. Die Vereinigten Staaten bereiteten daraufhin politisch und militärisch einen Gegenschlag vor, der im Frühjahr 1991 im Rahmen eines Bündnisses den Krieg beendete. In Bezug auf die verwendeten Rüstungsgüter und den Mobilisierungsgrad der Kriegsparteien war der Zweite Golfkrieg der schwerste Krieg seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, auch im Vergleich zum Koreakrieg. Darüber hinaus zeichnete sich der Krieg durch die ungewöhnlich asymmetrische Verteilung der Kriegsopfer, die einseitige Verfügung des Kriegsendes und den hohen Grad an mittelbaren Umweltschäden aus. Besonderheiten wies der Zweite Golfkrieg auch für die Verhältnisse des zeitgenössischen Nahen Ostens auf, da dies den ersten Konflikt darstellte, in dem arabische Staaten gegeneinander aktiv Krieg führten. Des Weiteren waren die drei nichtarabischen Staaten der Region — Israel, der Iran und die Türkei — unmittelbar von den Ereignissen innerarabischer Politik betroffen und unmittelbar an ihnen beteiligt. Drittens stellte der Zweite Golfkrieg den ersten militärischen Großeinsatz der Vereinigten Staaten, von zwei eingeschränkten Operationen im Libanon (1958 und 1982–1984) abgesehen, im Nahen Osten dar. Für das Ereignis und den Ablauf des Zweiten Golfkrieges war das Ende des Kalten Krieges als eine sicherheitspolitische Konvention und als Epoche der Weltgeschichte von unmittelbarer Bedeutung. Der Krieg selbst hatte über die Kriegsschäden hinaus Auswirkungen auf die zahlreichen Aspekte der internationalen und der irakischen Politik, vor allem auf die Kriegsführung und die politische Rolle der Medien in den beteiligten westlichen Staaten. Der Kabelsender CNN etablierte sich so durch seine anhaltende Berichterstattung aus dem Krisengebiet als international bekanntes Massenmedium. Die Namensgebung des Krieges unterliegt sowohl in der deutschen als auch in der englischen Sprache einer uneinheitlichen Handhabe, die der irakischen Beteiligung an mehreren Kriegen am Persischen Golf geschuldet ist. In der hier verwendeten Terminologie war der Erste Golfkrieg der Iran-Irak-Krieg von 1980 bis 1988; jedoch ist diese Namensgebung nicht einheitlich. Insbesondere im englischen Sprachraum wird der Iran-Irak-Krieg meist nicht in die Zählung einbezogen und dieser Krieg daher First Gulf War genannt; folglich wird die Invasion des Irak von 2003 als Second Gulf War bezeichnet. Den Vereinigten Staaten gelang es, intern und in Europa die Decknamen ihres zweistufigen militärischen Gegenschlages zu popularisieren. Während die Operation Desert Shield („Unternehmen Wüstenschild“) Saudi-Arabien vor irakischen Repressalien gegen seine Bündnisbeteiligung abzuschirmen gedachte, bezeichnete Operation Desert Storm („Unternehmen Wüstensturm“) die Offensive gegen den Irak selbst.

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