zufällige Doku

Axel Springer – Drei Leben (arte Doku)


Axel Springer: Hetzer, Fantast oder mutiger Visionär? Am 2. Mai 2012 wäre der Erfinder der „Bild“ 100 Jahre alt geworden. Kein anderer Meinungsmacher vor oder nach ihm hat die Deutschen so gespalten wie der Hamburger Großverleger. „Die drei Leben des Axel Springer“ zeichnet erstmals ein Psychogramm des komplexen und ambivalenten Charakters. Um der vielschichtigen Persönlichkeit, dieser Schlüsselfigur der deutschen Zeitgeschichte, gerecht zu werden, nähern sich drei Autoren episodisch aus unterschiedlichen Perspektiven – und zeigen, was für ein Mensch Axel Springer wirklich war.

„Der Verleger“ verfolgt Springers schier unaufhaltsamen Aufstieg zum reichsten und mächtigsten Medienmanager des Wirtschaftswunder-Deutschlands. „Das Feindbild“ beleuchtet die erbitterten politischen Auseinandersetzungen um Axel Springer ab den 1960er Jahren, „Der Privatmann“ zeigt bisher unbekannte Seiten des Menschen Axel Springer. Der Film beweist: Es sind nicht Geld und Einfluss, die Axel Springer antreiben. Der „Mammutverleger“ hat sich einem Traum verschrieben, dem er sich mit aller Kraft widmet, und der ihn vieles kosten wird: Sein Ansehen, sein Glück, seinen Sohn. Sein Traum, die Wiedervereinigung Deutschlands, wird schließlich in Erfüllung gehen — aber Axel Springer wird ihn nicht mehr erleben.

Anlässlich seines 100. Geburtstages erinnern sich langjährige Weggefährten an Axel Springer — Vertraute und Familienmitglieder, Feinde und Geliebte, die sich teilweise noch nie vor einer Kamera geäußert haben. Auch seine letzte Ehefrau Friede Springer gibt über ihren Mann ausführliche Auskunft, außerdem konnte in Akten des Unternehmensarchivs Einblick genommen werden. So entsteht ein bisher nicht gekanntes intimes Bild des Menschen Axel Springer — eines Menschen mit vielen Gesichtern und gleichsam mehreren Leben.