zufällige Doku

Auf Leben und Tod – Peter Scholl-Latour wird 90 (Phoenix Doku)


Peter Scholl-Latour verstarb am 16.08.14 im Alter von 90 Jahren. Anlässlich seines 90. Geburtstages zeigt die Dokumentation „Auf Leben und Tod“ die wichtigsten Stationen seines journalistischen Lebens und Wirkens.
Er sprach fließend Arabisch, war einer der berühmtesten Sonderkorrespondenten und kannte fast die ganze Welt wie seine Westentasche. Aus vielen Krisengebieten berichtete er sechs Jahrzehnte lang für das deutsche Fernsehen. Seine knappen, oft sarkastischen Kommentare vermittelten eine Weltläufigkeit, wie sie nur einer hatte: Peter Scholl-Latour. Mit kühlem Kopf analysierte er für ein Millionenpublikum die Weltlage. Seine Analysen und Prognosen waren ebenso klar wie verlässlich.
Scholl-Latour, der in Bochum geboren wurde, in der Schweiz aufs Jesuitenkolleg ging, später in Nazi-Haft geriet, erlebte den Zweiten Weltkrieg als Kämpfender hautnah. Dann diente er bis 1947 als französischer Fallschirmspringer in Indochina. Scholl-Latour erzählte für die Dokumentation bisher unbekannte Details aus seinem abenteuerlichen Leben, das in den fünfziger Jahren in eine große Reporter- und Korrespondenten-Karriere im Fernsehen, zuletzt im ZDF, mündete.
Er war außerdem einer der erfolgreichsten Sachbuch-Autoren deutscher Sprache. Auch mit neunzig hatte sich Peter Scholl-Latour noch lange nicht zur Ruhe gesetzt – er schrieb weiter Bestseller.
Für die Dokumentation unternahm Peter Scholl-Latour eine Reise in ein aktuelles Krisengebiet – in den Libanon. Dort recherchierte er für ein neues Buch über den islamistischen Fundamentalismus und die Bedeutung der Krisenherde in der arabischen Welt für das Machtgefüge auf dem Planeten.
Er besuchte die aktuell wieder durch Bombenanschläge geschüttelte Metropole Beirut, aber auch historische Stätten wie Byblos, die älteste Siedlung der Menschheit. Dabei entstand ein dichtes, persönliches Porträt eines der profiliertesten Journalisten unserer Tage.