zufällige Doku

Atlantis: Das Geheimnis der Eiszeitjäger (arte Doku)


Riesige Gletscher und Temperaturen von minus 20 Grad – bis vor rund 12.000 Jahren hatte die letzte Eiszeit Nordeuropa fest im Griff. Die Eismassen aus Skandinavien drangen sogar bis zur Elbe vor. In dieser kargen Welt konnten nur die widerstandsfähigsten Individuen überleben. Für die Wissenschaft war diese Epoche lange Zeit ein Rätsel. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts waren die meisten Gelehrten der Meinung, dass während der letzten Eiszeit Menschen nicht nach Nordeuropa vorgedrungen seien. Bis der Hamburger Autodidakt Alfred Rust vor rund 80 Jahren diese Theorie ins Wanken brachte.

Das Leben von Alfred Rust zählt zu den außergewöhnlichen Forscherkarrieren. Obwohl er nie eine Universität besucht hatte, gelang ihm eine Sensation. Er grub im Ahrensburger Tunneltal nordöstlich von Hamburg Relikte aus der Eiszeit aus, die eindeutig von Menschen bearbeitet worden waren. Doch wer waren diese Menschen, die damals in die unwirtlichen Gebiete vorgedrungen waren?

Diese Frage beschäftigt auch die moderne Forschung. Thomas Terberger, Prähistoriker aus Greifswald, hat zahlreiche archäologische Funde aus der letzten Eiszeit analysiert. Er ist sich sicher, dass sich nur hoch spezialisierte Jäger so weit in den Norden vorwagten. Am Rand der Gletscher dominierte eine arktische Tundra, in der nur Gräser und Flechten wuchsen. Hier machten die Jäger der Eiszeit Jagd auf Rentiere. In kleinen Gruppen zogen die Nomaden den Herden hinterher. Einfache Zelte und effektive Werkzeuge gehörten zu ihrer Ausstattung. Da ist sich die Wissenschaft sicher, seit Alfred Rust in den 30er Jahren auf ihre Hinterlassenschaften stieß.