zufällige Doku

Apokalypse in Le Mans – Das Rennen in den Tod (arte Doku)


Das Unglück beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans am 11. Juni 1955 markiert eine Zeitenwende. Es gibt den Rennsport davor, und es gibt den Rennsport danach. Beim Unfall des Fahrers Pierre Levegh mit seinem Mercedes-„Silberpfeil“ starben mehr als 84 Menschen, über hundert wurden zum Teil schwer verletzt. Diese Katastrophe brannte sich ins kollektive Gedächtnis ein wie später das Unglück bei der Flugschau in Ramstein 1988. Das Inferno traumatisierte Augenzeugen und Überlebende, weil es eine bis dahin unfassbare Dimension erreicht hatte. Über Jahrzehnte lag der genaue Hergang des Unfalls im Dunkeln. Es gab viele Gerüchte und Vermutungen, aber keine konkreten Beweise. Die Dokumentation belegt nun unter anderem mit den Resten eines Amateurfilms, die vor kurzem wieder entdeckt wurden, zweifelsfrei den Hergang des verheerenden Unfalls und zeigt, wie es zur Katastrophe kam.

Neben aktuell gedrehten Szenen an den Schauplätzen von damals werden auch Wochenschaumaterial – zum Teil in Farbe -, Fotografien und Computeranimationen zur Rekonstruktion des Unfallhergangs herangezogen. Auch kommen einige der unmittelbar Beteiligten in der Dokumentation zu Wort sowie zahlreiche Augenzeugen; zum Beispiel Dan Oudin, 68, der das Unglück als 13-Jähriger knapp überlebte und die Rennfahrer Sir Stirling Moss, Hans Herrmann und John Fitch, die damals für den Mercedes-Rennstall an den Start gingen.