zufällige Doku

Amerikas stolzer Süden (Phoenix Doku)


Weitläufige Plantagen, prachtvolle Südstaaten-Villen und das sonore Quietschen der Schaukelstühle – man kann ihn noch finden: Amerikas alten Süden zwischen Georgia und Mississippi. Wie kein anderer Film hat „Vom Winde verweht“ das Bild von Amerikas Süden geprägt. In Charleston, der vielleicht vornehmsten Stadt Amerikas mit herrlichen Villen aus dem 19. Jahrhundert, lebt der Geist dieser „guten alten Zeit“ weiter. Amerikas Bürgerkrieg liegt 150 Jahre zurück. Norden und Süden lieferten sich blutige Schlachten um die Abschaffung der Sklaverei und das Recht auf Selbstbestimmung.

Und noch immer schmerzt die Niederlage, wie das Team in Resacca feststellen konnte. In jeder Ecke des Südens ist dieser Krieg lebendig. Das Reenactment, das detailgenaue Nachspielen der Schlachten, ist eine kollektive Leidenschaft der Südstaatler.

In der Wirtschaftsmetropole Atlanta weht ein anderer Wind – der des neuen Südens. Hier ist CNN zu Hause und Coca Cola. In der Stadt des Bürgerrechtlers Martin Luther King golfen schwarz und weiß gemeinsam. Nirgends anders in den USA, sagt der Jungunternehmer Gary, während er einputtet, habe ich als Afro-Amerikaner so viele Chancen wie hier in dieser Stadt im tiefen Süden.

In Rhetts Filmheimat Charleston, der vielleicht vornehmsten Stadt Amerikas mit den herrlichen Villen aus dem 19. Jahrhundert, lebt der Geist der „guten alten Zeit“ weiter. Hier wohnt auf einer alten Baumwollplantage am Ozean Rabbit Lockwood , der sich rühmt, ein Nachfahre vom Filmraubein Rhett Butler zu sein.

Für die Schönen aus gutem Hause ist die Benimmschule Athenaeum in Columbia, Tennessee, ein Muss: dort wird aus einem jungen Mädchen die Southern Belle – hier erhalten sie den letzten Schliff in Etikette, Anstand und angemessenem Trauern.

Die Dokumentation „Amerikas stolzer Süden“ begibt sich auf die Spuren der alten Südstaaten.