zufällige Doku

Als ich zu denken begann (Phoenix Doku)


Barbara kommt 1947 mit ihrer Familie als Serbien-Vertriebene nach Bayern. Sie leben am Rand des Existenzminimums. Die Versprechungen der Zeugen Jehovas sind verlockend.
Von nun an bestimmt die Glaubensgemeinschaft mit ihren strengen Regeln und Pflichten ihr Leben. Mit 19 Jahren heiratet Barbara einen besonders engagierten Zeugen. Doch alles verändert sich, als ihre drei Kinder sich nacheinander von der Wachtturmgesellschaft lösen. Denn laut den Glaubensregeln müsste Barbara den Kontakt zu ihnen abbrechen. Für sie ein innerer Konflikt, an dem sie zu zerbrechen droht.
Durch ihren Sohn angestoßen, erkennt sie immer mehr Widersprüche in den engen Regeln der Gemeinschaft. 2009 wagen sie und ihr Mann den Ausstieg. Plötzlich muss die Siebzigjährige ihre innersten Werte infrage stellen und sich selbst grundlegend neu bestimmen. Wieso habe ich es zugelassen, dass ich immer klein gehalten wurde, und warum habe ich meine Kinder so sehr ins System gepresst? Auf ihrer Reise zurück in ihren Geburtsort in Serbien, den sie seit sechzig Jahren nicht gesehen hat, findet Barbara Antworten.