zufällige Doku

Afghanistan – Unterwegs mit Nomaden (swr Doku)


In Afghanistan sind jedes Frühjahr über 500 Frauen, Kinder und Männer, 200 Kamele und Tausende von Schafen unterwegs, um sich vom Winterlager ins Sommerlager zu begeben. 30 Tage braucht die Karawane, täglich legt sie über 20 Kilometer zurück. Riesige Zelte aus Ziegenhaar werden noch vor Sonnenaufgang abgebaut, der gesamte Hausrat verpackt, verschnürt und auf dem Rücken der Kamele transportsicher festgezurrt. Angeführt wird die Karawane von Hadji Shirin. Stets ist er der Erste, stets ist er der Letzte. Er reitet voraus, um den Lagerplatz für die nächste Nacht auszukundschaften, und er bleibt zurück, um sicherzustellen, dass nichts vergessen wurde: keine Zeltstange, kein Teekessel, kein Lamm. Der Film „Afghanistan — Unterwegs mit Nomaden“ begleitet die Nomaden und zeigt eine für die Völker am Hindukusch urtypische Lebensform, die in der Diskussion um den Wiederaufbau Afghanistans kaum noch vorzukommen scheint.