zufällige Doku

Abschottung und Alpenglühen – Die zwei Gesichter der Schweiz (Phoenix Doku)


Für Europa war es ein Schock: In einer Volksabstimmung sagen die Eidgenossen mit hauchdünner Mehrheit „Nein“ zur unbegrenzten Zuwanderung. Ein enormer Erfolg der Schweizer Rechtspopulisten. Verstopfte Straßen und Trams, überteuerte Mieten: Ausländer wurden für alles verantwortlich gemacht. Nun schottet die Schweiz sich unter dem Beifall rechter Parteien vom Rest Europas ab. Einige Ausländer allerdings sind nach wie vor willkommen. Vor allem wohlhabende Touristen aus China.Für Europa war es ein Schock: In einer Volksabstimmung sagen die Eidgenossen mit hauchdünner Mehrheit „Nein“ zur unbegrenzten Zuwanderung. Ein enormer Erfolg der Schweizer Rechtspopulisten. Verstopfte Straßen und Trams, überteuerte Mieten: Ausländer wurden für alles verantwortlich gemacht. Nun schottet die Schweiz sich unter dem Beifall rechter Parteien vom Rest Europas ab. Einige Ausländer allerdings sind nach wie vor willkommen. Vor allem wohlhabende Touristen aus China.Die Schweizer Tourismusindustrie setzt auf den Boom in Asien und buhlt mit aufwendigen PR-Produktionen und Werbekampagnen um die neue Klientel, die möglichst viel Geld in den Alpen lassen soll.Die Schweiz – ein wunderbares und wunderliches Land. Die Eidgenossen machen es ihren Nachbarn nicht immer leicht, ecken an und ziehen doch Millionen Touristen aus aller Welt an. Was ist das Geheimnis ihres Erfolgs und ihrer Zufriedenheit? Immerhin landen sie in Glücksrankings immer ganz oben. Der Wohlstand, die direkte Demokratie, herrliche Landschaften, gar die Schweizer Gründlichkeit? Die durchzieht in Zürich nun selbst das älteste Gewerbe der Welt. Tickets am Automaten für Prostituierte und Sexboxen statt ungeregeltem Straßenstrich. Die Schweizer Metropole macht ernst mit einem durchregulierten Rotlichtmilieu. Nicht allen gefällt das. Doch es gibt auch die andere Schweiz. Eidgenossen, die eine klammheimliche Freude an Chaos und Anarchie hegen. Guerilla Gardening ist dafür ein schönes Beispiel. Ein Zürcher Hobbygärtner streut ganz diskret Samen aller Art in der Stadt aus und prägt so seit Jahrzehnten das Stadtbild mehr als mancher Architekt.Einen Relaunch ganz anderer Art erlebt seit einigen Jahren das einst verschlafene Alpenkaff Andermatt. Seit der ägyptische Investor Samih Sawiris beschlossen hat, hier ein zweites St. Moritz hochzuziehen, herrscht ein bislang einmaliger Bauboom in dem 1.300-Seelen-Nest. Dutzende Luxushotels und Chalets, Golfplatz und High-Tech-Skilifte. Doch nicht alle wollen den Preis für dieses Wettrüsten in den Alpen bezahlen.Mit diesen und anderen Geschichten versucht ARD-Korrespondent Daniel Hechler zu ergründen, wie die Eidgenossen ticken und was ihren Erfolg, aber auch ihre gelegentlich altmodische Schrulligkeit ausmacht.