zufällige Doku

Abenteuer Erde: Winterwelten – Weiße Pracht voller Gegensätze (WDR Doku)


Der Winter ist eine Jahreszeit voller Gegensätze. Wenn der erste Schnee die Landschaft auf märchenhafte Weise verzaubert, beginnt für uns Menschen oft eine Zeit voller unbeschwerter Freude mit der weißen Pracht. Für viele Wildtiere jedoch bricht mit dem glitzernden, kalten Firn eine lange Phase der Entbehrungen und ein noch härterer Kampf ums Überleben an.

Futter ist knapp im Winter. Doch Vögel, die bei uns überwintern, kennen die Plätze, wo sich die nächste Mahlzeit befindet. Die Kohlmeise weiß, dass sich unter Baumrinden schmackhafte Larven und Insekteneier verstecken. Und Bartmeisen sind Spezialisten im Auffinden von winzigen Schilfgrassamen an Fluss- und Seeufern. Der Kleiber hat schon lange vor dem ersten Schnee vorgesorgt und sich einen geheimen Vorrat an Samen und Nüssen angelegt. Und eine begehrte Anlaufstation für alle Vögel sind die Vogelhäuschen in den Gärten der Menschen. Schlaraffenland pur, wenn der Schnee alles zentimeterdick zudeckt.

Ob Vogel, Wildschwein, Hirsch oder Fischotter – jeder versucht auf seine Weise dem Winter zu trotzen. Ein dichtes Winterfell oder Daunenkleid schützt vor der Kälte. Hirsche und Rehe fahren ihren Stoffwechsel herunter und bewegen sich kaum, um Energie zu sparen und mit dem kargen Futter auszukommen. Wasservögel dagegen sind immer in Bewegung, um nicht auf dem Eis festzufrieren. Wildschweine haben kein Problem mit Schnee. Solange der Boden nicht gefroren ist, können sie nach Wurzeln, Knollen und Würmern buddeln. Zur Not frisst es auch Tannengrün. Die Strategien der Natur sind vielfältig und voller Wunder und führen oft zu erstaunlichen, aber auch heiteren Begebenheiten.